[Feel the Hype] #01 Throne of Glass – Sarah J. Maas

Jeder von uns Bücherwürmern kennt das. Man surft im Netz, schaut Videos auf Youtube oder Stories auf Instagram an und da ist es: Dieses eine Buch! Gefühlt jeder hat es, jeder liebt es und noch viel mehr halten es in diverse Kameras.
Irgendwie macht das immer Druck. „Oh das finden alle so gut, mir entgeht was wenn ich es nicht lese!“
Oder man ist so genervt davon, dass man seinen Brechreiz bei jedem weiterem Bild oder Video zurück halten muss.

Hype-Bücher.

Für mich war das Ganze schon lange ein merkwürdiges Phänomen. Denn wer legt denn fest, ob es einen „Hype“ gibt oder ob es nicht einfach daran liegt, dass dieses Buch eine Neuerscheinung ist und deshalb so oft in die Kamera gehalten wird.
Wenn ich diesen Begriff definieren müsste, dann würde ich sagen dass ein Hype-Buch, ein Buch oder eine Geschichte (das schließt Reihen mit ein) ist, die von der überwiegenden Mehrzahl der Leser in den Himmel gelobt wird. Zu solchen Büchern gibt es oft sehr schnell sehr viel Merchandise (meist Fanmade, also nichts autorisiertes oder lizensiertes) und vor allem: sehr viele Herzchen. Es werden Lobeshymnen geschrieben und wenn jemand das nicht so sieht ist er oft ganz schnell ganz doof.

Doch wie geht man mit so etwas um?
Ich für meinen Teil mag Hypes einfach nicht. Das ist mir sehr schnell zu viel von allem. Das ist bei Anime-Serien so (ich schaue zum Beispiel viele der gehypten Serien erst Monate bis Jahre nach Veröffentlichung wenn kein Schwein mehr danach kräht) und bei den meisten Büchern auch. Denn bevor ich ein Buch wirklich kaufe überlege ich mir, ob ich es wirklich möchte. Interessiert mich die Geschichte weil der Klappentext mich anspricht oder weil ich mit den Anderen mitreden möchte?
Ja, ab und an lasse ich mich hinreißen und hype selbst ein Buch (siehe „Save me“ von Mona Kasten) aber oft hinterfrage ich das alles so lange bis ich keine Lust mehr habe oder etwas Anderes mein Interesse weckt.

So kam ich auch auf die Idee zu dieser Blog-Reihe. In „Feel the Hype“ möchte ich diversen Hype-Büchern besprechen. Nicht in einer Rezension, sondern eher als eine Art „Booktalk“. Denn ich möchte mich damit auseinander setzen warum man dieses Buch so unglaublich mag oder eben nicht.

Der Anfang macht heute „Throne of Glass – Die Erwählte“ von Sarah J. Maas.

Wir kamen letztes Jahr alle nicht um diese Autorin drum herum. Die Veröffentlichung von „Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen“ stellte gefühlt die ganze Bücher-Szene auf den Kopf. Es wurde überall gezeigt, immer davon geredet. Teilweise gab es diverses Videomaterial mit total fertigen Menschen, die diese Reihe auf Englisch direkt weiter gelesen haben weil sie so begeistert davon waren und es unbedingt weiter lesen mussten. (Um „Das Reich der sieben Höfe“ wird es auch nochmal in einem „Feel the Hype“ Beitrag gehen, aber erst wenn ich alle drei Bände selbst gelesen habe)

In „Throne of Glass“ geht es um Celaena Sardothien. Eine Assasine die eigentlich schon zum Tode verurteilt war. Doch durch einen tödlichen Wettkampf hat sie die Möglichkeit ihre Freiheit wieder zu erlangen.

Als ich das Buch begann waren meine Erwartungen doch recht hoch muss ich sagen. Denn wenn es alle so feierten dann musste es gut sein. Das Worldbuilding war einfach grandios. Ich konnte mir wirklich alle Orte super vorstellen und sah sie sozusagen mit meinen eigenen Augen. Auch die Story an sich war recht gut, aber nicht so gut wie ich erwartet hatte. Aber mein größter Dorn im Auge war die Protagonistin selbst. Celaena ging mir – entschuldigt bitte – echt aufs Schwein. An manchen Stellen riss sie unnötig ihre Klappe auf. Da habe ich mir das ein oder andere Mal das Buch an den Kopf gedonnert.
Und dadurch dass ich sie so nervig fand, verlor ich die Aufmerksamkeit sodass für mich die letzten 100 Seiten erst richtig spannend wurden. Und so stelle ich mir kein Hype-Buch vor.

Allerdings kann ich durchaus verstehen warum so viele dieses Buch so sehr mochten. Celaena lässt sich von ihrem Schicksal nicht wirklich beeindrucken. Sie ist eine starke und unabhängige Frau, ganz egal ob sie mich manchmal richtig genervt hat, und bringt genau das rüber was man sich als junges Mädchen (denn es handelt sich hierbei ja trotzdem noch um ein Jugendbuch) vornehmen sollte. Nicht aufgeben, egal was kommt!

Wenn ich nicht so voreingenommen gewesen wäre, was bei solchen Büchern echt nicht schwer ist, dann hätte ich das Ganze wahrscheinlich anders gesehen bzw. wäre auch ganz anders an die Sache heran gegangen. So konnte es mich nicht 100%ig überzeugen. Dennoch steht der nächste Band schon auf meiner Wunschliste und ich möchte gern, dass mich diese Reihe noch überzeugt und abholt.
Vielleicht gibt es ja demnächst noch ein Update zu diesem „Feel the Hype“!

Ich will nicht zu viel vorweg nehmen, aber ich kann sagen dass mir „Das Reich der sieben Höfe“ wesentlich besser gefallen hat. Warum, wieso, weshalb erfahrt ihr bald hier auf Traumfänger.

Author Mimi

2 Comments

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*