[Good Times] #herzenstage

Für viele geht es langsam aber sicher auf die Frankfurter Buchmesse zu. Denn diese Messe ist das nächste große Event aller Bücherfreunde.
Dennoch gibt es weitere kleinere Events die noch davor stattfinden. Zum Beispiel die „Herzenstage

Was ist das?

Die „Herzenstage“ sind eine Art Buchfestival. Nur das dieses in der digitalen Welt – also dem Internet – stattfindet. Unter dem Hashtag #herzenstage vernetzen sich Blogger, Youtuber und Leser um über ihre liebsten Geschichten zu reden / schreiben.

Wann ist das?

Die „Herzenstage“ finden am 15. und 16. September auf allen Social Media Kanälen (Facebook, Twitter, Instagram) statt.

Was bringt mir das?

Ganz einfach: Jede Menge Spaß. Man kann neue tolle Geschichten entdecken oder auch andere von seiner Lieblingsstory überzeugen. Man vernetzt sich untereinander um sich auch ein wenig auf den Leseherbst 2017 einzustimmen.

Welche Verlage sind mit dabei?

Letztes Jahr fanden die „Herzenstage“ parallel zur Frankfurter Buchmesse statt. Daher gab es da auch Programmpunkte vor Ort. Dieses Jahr liegt der Zeitpunkt der „Herzenstage“ etwas früher als die FBM. Aktuell liegt noch kein genaues Programm vor, dies wird aber in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Wenn es so weit ist, werde ich euch natürlich davon berichten.

#herzenstage online

Homepage
Twitter
Instagram
Facebook

Das Bildmaterial in diesem Post unterliegt dem Urheberrecht von herzenstage.org

[Good Times] Leipziger Buchmesse 2017

Alle Jahre wieder im März in Leipzig.
Seit knapp 10 Jahren (mit ein oder zwei Pausen) gehe ich jeden März zu der Leipziger Buchmesse, meist (das gebe ich zu) hatte ich mich im Anime und Manga Bereich aufgehalten, was dieses Jahr nicht so der Fall war. Die „normalen“ Bücher hatten mich dieses Mal mehr in ihren Bann gezogen.

Aber nun zur Leipziger Buchmesse 2017.
Wir – und damit meine ich meine Cousine und meinen Freund – konnten aus ausbildungstechnischen Gründen meinerseits nur am Sonntag zur LBM fahren. Dadurch hatten wir zwar die größten Programmpunkte schon fast verpasst und man sah vielen Verlagsständen wirklich an, dass es halt Sonntag war.
Das tat aber meiner guten Laune keinen Abbruch. Wir stürzten uns sofort in die ersten Hallen und schauten uns alles an.

Bei dem Thienemann-Esslinger Verlag durfte ich mir noch einen „Buch-Blogplaner“ abholen. Dieser Kalender geht von Buchmesse bis Buchmesse (Leipziger Buchmesse im März bis Frankfurter Buchmesse im Oktober) und ist wirklich ein kleines Schmuckstück. Dieser Kalender wurde zwar beim Thienemann-Esslinger Verlag ausgegeben, ist aber auch mit vom Carlsen Verlag mit gestaltet.
Es hat mich einfach sehr gefreut, dass ich diesen Planer noch bekommen habe, denn es war eigentlich das erste Mal, dass ich wohin gegangen bin mit den Worten „Hallo, mein Name ist Mimi und ich betreibe den Blog Traumfänger. Hier ist meine Visitenkarte.“ (Naja, das war jetzt nicht Originalton. Ihr wisst aber schon, was ich meine.)
Vielen Dank übrigens dann noch an die furchtbar nette Dame am Verlagsstand.

Wie jedes Jahr haben wir auch dem DeadSoft Verlag einen Besucht abgestattet, denn unser Lieblingsautor Justin C. Skylark war wieder mit dabei und da darf das obligatorische LBM-Foto nicht fehlen. Es war wieder sehr schön sich wieder zu sehen und ich freue mich schon aufs nächste Jahr!

Und mein Highlight des Tages: Ich war so traurig, dass man hier in Deutschland das Originalbuch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ nicht mehr für günstig Geld bekam. Als ich dann gesehen hatte, dass der Carlsen Verlag dieses wieder neu auflegen wird, war ich natürlich Feuer und Flamme. Am Stand des Verlags war alles leergefegt, aber in der Messe-Buchhandlung (bzw. in der für Kinder- und Jugendbücher) habe ich noch ein paar Exemplare gefunden und eins direkt mitgenommen. Ich freu mich ja so!

Es war wirklich schön die ganzen Neuheiten sich anzuschauen, man blieb mal hier und mal da stehen. Schlussendlich muss ich aber sagen, dass ein Tag Buchmesse zu wenig ist. Man kann gar nicht so viel laufen wie man sehen möchte. Für nächstes Jahr sind wieder mehrere Tage geplant und dann auch ein wenig strukturierter und organisierter als dieses Jahr.
Am Ende muss ich noch sagen, dass ich hoffe dass es nächstes Jahr wieder so viel Programm für Blogger geben wird. Da ich meine Begleitung nicht alleine rumstehen lassen wollte, hatte ich mich am Sonntag für nichts eingetragen bzw. angemeldet. Das möchte ich aber nächstes Jahr sehr gerne tun.

Das war mein kleiner, bescheidener LBM Bericht. Seit ihr da gewesen? Wenn ja, wie fandet ihr es dieses Jahr?

[Good Times] Casper @ Alter Schlachthof Dresden

„Ach. Das ist doch der, bei dem die ganzen jungen Weiber so abgehen, oder?“
So oder so ähnlich waren die Reaktionen auf der Arbeit als ich berichtete, dass ich in meinem Urlaub auf dem Casper Konzert in Dresden war. Zugegebener maßen dachte ich so auch vorher. Jedenfalls als ich dann mal wusste wer dieser Casper war und was er eigentlich im Internet zu suchen hatte.


Kratzen wir doch kurz mal am Urschleim. Auf besagten Künstler bin ich eigentlich nur durch den österreichischen TV-Sender „goTV“ und meiner reizenden Cousine gekommen. Denn wir saßen eines Tages vor dem Fernseher als ein Video von Benjamin (so sein richtiger Name) auf diesem Musiksender lief und meine bessere Hälfte meinte, der sei „voll cool“.
Diese Info verdrängte ich dann erfolgreich bis zu dem Moment, als ich mich für die, aus CHemnitz stammende, Band Kraftklub interessierte. Irgendwie war das ja doch ganz cool was die da machten. So auf Deutsch und so.
Kurzerhand fand ich mich Anfang diesen Jahres auf einem ihrer Konzerte wieder.

Um wieder auf Casper zurück zu kommen. Ich kannte dann ein paar Songs von ihm, die fand ich ganz cool und das war es eigentlich schon. Bis er als Headliner vom Kosmonaut Festival verkündet wurde.
(Das Kosmonaut Festival findet am Stausee Rabenstein – also gut 3km von meiner Wohnung – in Chemnitz statt) Es macht nämlich sehr viel Sinn sich für einen Künstler richtig zu interessieren, wenn man keine Chance mehr hat auf dieses Festival zu gehen und man sich somit noch mehr in den Arsch beissen kann.
Jedenfalls war da beschlossene Sachen: Wir und Casper. Läuft.

Als dann die kleine Tour für dieses Jahr noch angekündigt wurde überlegten wir und bestellten dann einfach Tickets, ohne das wir uns sicher waren ob wir hingehen können. Einen Tag später war das Konzert ausverkauft. Juhe, welch ein Glück für uns.
(Eigentlich wollte ich gar nicht so weit ausholen in meinen Erklärungen…)

Am 04. Oktober war es dann so weit. Die zwei chemnitzer Damen hatten Urlaub und zogen gegen Mittag dann los die Bundeslandhauptstadt zu überfallen. Erst ein wenig in der Stadt rumgeschaut (man findet leider IMMER was bei Primark) und dann sind wir auch schon zur Location.
Um die Stunden bis zum offiziellem Einlassbeginn im Auto zu verbringen. Es fing fürchterlich an zu regnen und da wir zwei bekannter maßen Helden sind, hatten wir keinen Regenschirm oder ähnliches dabei.
Wir schlurften dann irgendwann nach 17Uhr zum Alten Schlachthof um dann ganze 1,5h im Regen zu stehen. (Was uns dann schon gar nicht mehr interessierte, als wir dann endlich drin waren.)

Nach der Vorband – die da Drangsal hieß und überaus toll ist – ließ uns der Herr der Schöpfung nicht lange warten und versetzte die Masse in Bewegung.
Man mag es glauben oder nicht, aber Casper brauchte genau 2 Sekunden um mich umzuhauen. Da ich etwas skeptisch an die Sache heran ging, da es bei Kraftklub so lange dauerte bis ich wirklich warm wurde und mich bewegen wollte, war ich umso überraschter dass ich schon ab Beginn nicht mehr an mich halten konnte.

Mir wurde während des Konzertes wieder etwas wahnsinnig wichtiges bewusst:
Musik lässt uns leben. Ich kenne nichts anderes, was einem so viel gibt. Egal ob Emotion oder Kraft. Musik lässt uns vergessen, lässt uns Dinge in einem anderen Licht sehen.
Wenn wir die richtigen Songs -. und zwar UNSERE Songs – hören, dann ist die Welt wieder furchtbar in Ordnung, nicht wahr?

So erging es mir. Bei dem Song „Ariel“ musste ich mir schon die ersten Tränen aus dem Gesicht wischen, aber als dann mein All-Time-Favorite „Im Ascheregen“ anfing war das mein Abend. All die Sorgen, Erinnerungen und Gefühle die ich mit diesem Song verbinde waren weg. Einfach weg. Und es war verdammt gut so. Losgelöst wie ich war sang ich jeden Song so laut ich konnte mit. Halsschmerzen? Who cares.

Jetzt hat die dicke Frau aber viel erzählt. Ja ja, ich hör auch gleich auf.
Was ich noch sagen möchte ist einfach, dass man Casper und seine Konzerte nicht in viel Worte verpacken kann. Denn sie würden nie reichen.
Ich verstehe jetzt mehr denn je, warum alle so auf seine Musik stehen und ich weiß nun auch, dass der kleinste Teil des Publikums wirklich erst 14 Jahre alt ist.

„Dies ist kein Abschied, denn ich war nie willkommen“
(Casper – Im Ascheregen)